25.09.2022:  Kunreuth Aktiv - Die Alltagsbegleiter – vier Monate im Dienst

14.09.2022:  Kunreuth Aktiv - Alltagsbegleiter unterstützen Senioren Die Alltagsbegleiter, ein Projekt des Vereins „Hier lässt sich ‘s leben eV“ ist nun seit vier Monaten offiziell im Dienst.

Sicher erinnern sich einige von Ihnen an die Berichte über die Idee, auf dem Land eine Begleitung für hilfebedürftige Menschen zu etablieren, über das E-Auto, das von der VR-Bank Bamberg-Forchheim gestiftet wurde, oder über den Abschluss des ersten Kurses ehrenamtlicher Helfer im Frühjahr in Kunreuth. Auch der BR ist darauf aufmerksam geworden und interessiert sich für das Thema.

Was geschah bisher? Frau Carmen Sörgel ist als ausgebildete und erfahrene Pflegefachkraft seit dem ersten Juni als hauptamtliche Leiterin im Verein für das Projekt Alltagsbegleiter tätig. Sie koordiniert die Einsätze in den Gemeinden Igensdorf, Hetzles, Effeltrich, Kunreuth und der Stadt Gräfenberg. Die fünf Kommunen haben sich auf Initiative von Irmgard Ginzel in der Sache an-  und zusammengeschlossen.  So konnte ein weiterer Kurs mit 12 Teilnehmern erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen werden. Damit engagieren sich nun 30 ehrenamtliche und ausgebildete Menschen in diesem Projekt. Parallel dazu wurden durch den Verein die administrativen Strukturen geschaffen, die den Betrieb unterstützend ermöglichen - wie Büro und Einrichtung sowie Auswahl, Anschaffung und Schulung der notwendigen Software. Allen, die auch hier ehrenamtlich ihr Wissen eingebracht und unterstützt haben, herzlichen Dank.

Die Medien, wie Rundfunk und Presse, thematisieren derzeit immer wieder, wie wichtig es ist, die tägliche Begleitung von hilfebedürftigen Menschen auch auf dem Land zu ermöglichen. Ganz ideal geschieht diese Form der Unterstützung in deren persönlichem Lebensumfeld, daheim. Dort, wo die Menschen sich wohl fühlen. Es geht nicht um Pflege, sondern um die Unterstützung und Begleitung im Alltag bei täglichen Dingen die, sei es temporär oder fortlaufend, von den betroffenen Menschen alleine nicht mehr in dem gewünschten Umfang geleistet werden können. Das können ein paar Stunden pro Woche sein oder nur gelegentlich ein Besuch, wo man einfach miteinander redet, miteinander spielt, spazieren geht oder eine Fahrt in die Stadt oder zum Arzt übernimmt. Das Angebot entlastet Angehörige und ermöglicht neue Perspektiven.

Eine Schwerpunktaufgabe von Carmen Sörgel ist, aus den Wünschen der Menschen die erfüllbaren herauszufinden und den entsprechenden Partner oder Partnerin für die Begleitung im Alltag zu suchen; Menschen zusammenführen. Ergänzend kommt die fortlaufende Abrechnung mit den Leistungsträgern bzw. den Versicherungen nach den geltenden Regeln des Sozialgesetzbuches, sowie die übliche Büroarbeit dazu. Neben den administrativen Arbeiten ist die Beratung eine wichtige Säule der täglichen Arbeit. Denn wer weiß schon, was an Unterstützung möglich ist und wie und wo man diese beantragen muss. Als Kooperationspartner steht Irmgard Ginzel mit ihrem Beratungsbüro „Die Brücke“ zu Verfügung.

Alle Verantwortlichen in der Vereinsorganisation hat die herzliche Bereitschaft der ehrenamtlichen Helfer, die vierzigstündige Ausbildung zu absolvieren, erstaunt. Die Offenheit dem Projekt gegenüber und die Spontanität der Frauen und Männer aus den beteiligten Gemeinden, sich den verschiedenen und vielfältigen Schulungsinhalten zu stellen. An mehreren Samstagen, in Summe vierzig Stunden. Jedem Teilnehmer konnte man am Ende anmerken, etwas Neues erfahren und gelernt zu haben und jeder war überzeugt von dem Sinn der Maßnahme. Unabhängig davon, ob ein Betreuungsfall in der Familie oder deren Umfeld oder aus dem Bekanntenkreis vorliegt. Die Kosten der Schulung trägt unter anderem der Verein mit, unterstützt wiederum von aufmerksamen Menschen, die sich um die Verköstigung der Teilnehmer kümmerten.

Wie geht es weiter? Schritt für Schritt. Das Führungsteam und der Verein wollen in der Sache Erfahrung aufbauen und langsam, aber nachhaltig wachsen. Als Institution mit dem Angebot in der Gesellschaft der Gemeinden ein- oder besser verwurzeln. Zu einem Bestandteil werden, den man sich zukünftig nicht mehr wegdenken will und kann. Das Angebot soll wachsen, Betreuungsgruppen in den Gemeinden etabliert werden und, wenn möglich, ein Mittagstisch dazu angeboten werden. Für hauswirtschaftliche Dienstleistungen sucht der Verein interessierte Menschen auf 450.-€ Basis.

Was braucht der Verein dazu? Menschen, die mitmachen, die Freude und Spaß haben, anderen zu helfen, sie bei täglichen Dingen zu unterstützen. Der Aufwand wird nach den geltenden Regeln entschädigt. Ehrenamtlich bedeutet nicht umsonst; dafür steckt zu viel hinter diesem Wort und der Tätigkeit.

Auf der einen Seite steht sicher die Motivation zu helfen, das gute Gefühl, als Antrieb im Vordergrund. Auf der anderen Seite ist eine finanzielle Entschädigung für das Geleistete selbstverständlich. Hinsichtlich des Alters sind kaum Grenzen gesetzt. Hilfe und Unterstützung für den Verein kann auch auf anderen Feldern – wie beispielsweise im Büro - geleistet werden. Auch wer ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren möchte, kann sich bei Carmen Sörgel melden. Fragen Sie nach oder bewerben Sie sich gerne (alltagsbegleiter@kunreuth-aktiv.de oder TN 0160 60 25 917).
Zu guter Letzt bleibt das Thema der Netzwerkpartner. Gesucht sind Leistungen, die das Angebot ergänzen. Wer würde beispielsweise einen Mittagstisch mit frisch zubereitetem Essen beliefern? Wo und wie können im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleitung Handwerksbetriebe für Fachreparaturen im und am Haus den Menschen effizient und nachhaltig wirksam vermittelt werden? Angefangen von ansässigen Apothekern über Ärzte, Friseure, Schreiner, Elektriker, … Steuerberater;  es gibt viele Berufe in Dienstleistung und Handwerk, die gerne willkommen sind um auf kurzen Wegen schnelle Unterstützung geben zu können.

Verein Hier lässt sich ‘s leben e.V. Kunreuth





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